Terroir

Vorherrschend an der Ruwer ist der dunkle Tonschiefer aus dem Zeitalter des Devon vor etwa 400 Millionen Jahren. Als damals der hier vorhandene Meeresboden einsank, sammelten sich mächtige Sedimentschichten aus Tonen und Silten, die in den folgenden Millionen Jahren überlagert und durch das eigene und aufliegende Gewicht zu Stein verfestigt wurden.
Der heutige Boden besteht weitgehend aus kalkfreiem, tonigem Lehm mit hohem Steingehalt von dunklem Tonschiefer. Dieser nimmt Regenwasser sehr schnell auf und speichert es nur begrenzt - beides wichtige und positive Eigenschaften für den Weinbau. Zudem erwärmen sich die dunklen Böden stark und speichern die Wärme sehr gut.
Klimatisch kommt dazu eine - durch niedrigere Durchschnittstemperaturen als an der Mosel bedingte - längere Vegetationsperiode sowie positiver Stress für die Reben durch hohe Tag-/Nacht-Temperaturunterschiede, wodurch die typische Mineralität und die zartfruchtigen Aromen besonders ausgeprägt werden.